Wer über die Königstrasse vom Bahnhof bis zum Schwanentor bummelt
erlebt auf einer Meile 8 Brunnen, die zwischen 1987 und 2000 von
Künstlern entworfen wurden, die Duisburg gerne mögen.
Die Symbole der Kunstwerke drücken Beziehungen zur Stadt
oder zum Aufstellungsort aus.
Mercator-Brunnen
Auf dem Burgplatz vor dem Rathaus steht der Mercator-Brunnen.
Er erinnert an den berühmten Kartografen und Astronomen Gerhard Mercator(1512-1594).
Als Niederländer lebte er in Duisburg. Zum 300.ten Jahr von Mercators großer Seekarte.
war der Brunnen für 1871 geplant. Der Entwurf
kam vom Stadtbaumeister Gerhard Schülke. Der Brunnen wurde 1887 vollendet.
Der Brunnen zeigt Mercator und Kinderfiguren, die
Wissenschaft, Schifffahrt, Handel und die Industrie symbolisieren.
Delfine speien das Wasser ins Becken.
Entwurf: G. Schülke
Mercator-Kugel
Die Kugelplastik wurde 1965 von Friederich Werthmann geschaffen
und stand zunächst in der Grünfläche vor der Mercator Halle. Im Zuge des
Umbaues wurde 1993 ein grosses flaches Wasserbecken im Herzen der Königstrasse gebaut
und die Kugel dort hineingesetzt. Sie ist ein Symbol für die Werke des Duisburgser
Kartografen Gerhard Mercator.
Im Volksmund Waschmaschine
Der Künstler Andre Volten schuf 1983 diesen Brunnen, den der
Volksmund "Waschmaschine" taufte. Er steht dort, wo Bauern vom Niederhein
auf dem Markt frische Ware der Saison anbieten und wo bei
Strassenfesten die Bürger der Stadt fröhlich feiern. Über drei versetzte Stahlzylindern fliesst Wasser. Stahl und Wasser
stehen für die bedeutende Stahlproduktion und den Hafen von Duisburg.
Schiffsmasken
In einem grossen Wasserbecken stehen 3 Skulpturen des Künstlers Thomas Virnich,
die eine Beziehung zum Duisburger Hafen darstellen, dem grössten
Binnnnenhafen Europas. Es sind Ansichten von
Schiffen, die im Boden des Beckens wiederholt werden.
Im Becken spielen die Kinder gerne.
Stadtbild
Vor dem Kö-Cafe und der Sparkasse schuf Ulf Hegewald einen Brunnen,
der die Geometrie des Stadtbildes von Duisburg zeigt,
in Kreisform einer geneigten Scheibe mit symbolischen Elementen
der topographischen Formen von Duisburg: Vom
Ruhrtals bis zum Hafen. In der Mitte sprudelt 1 m hoch eine Wasserwand.
Triton Brunnen
Der Brunnen stand früher am Rathaus.
Er wurde 1971 zum heutigen Platz an der Münzstrasse versetzt.
Im sechseckigen Becken, speien Schildkröten und Echsen Wasserstrahlen in das Becken.
Auf einem Pfeiler reitet ein Knabe auf einem Fisch, aus dessen Nasenöffnungen
Wasser ins Becken fliesst. Der griechische Meeresdämon,
dessen menschliche Gestalt in einem Fischschwanz ausläuft. Das Gegenstück
der Meerjungfrau ist hier das Kind mit dem Fischschwanz.
Die Hand des Knaben hält den Dreizack der Meeresgötter.
Wassermühle
Der Brunnen lädt zum Spiel mit der Phantasie ein:
Seltsame Ungeheuer und Gegenstände speien kleine Fontänen
und erheben sich wie Fremdlinge aus dem Wasser heraus.
In dem kleinen, quadratisch angelegten Brunnen befinden
sich Bronzeskulpturen, die Tieren und Pflanzen gleichen,
ohne sich jedoch eindeutig zu erkennen zu geben.
Der Künstler ist berühmt für seine märchenhaften Figuren.
Wer genauer hinsieht, erkennt Schlangenhälse, ein "Monster"
mit einer Hand und ein Kleeblatt-Gebilde.
Künstler: Otmar Alt, Jahrgang 1940
Livesaver
Arbeit von Niki de Saint Phalle und Jean Tinguely.
Niki de Saint Phalle schuf das Fabelwesen, den Vogel als Symbol
für den Himmel, an den sich eine weibliche Figur klammert.
Bunte Farben schmücken die Skulptur die sich auf einem von Jean Tinguely
konstrierten Sockel nach links dreht. Der Sockel aus Dingen der Gegenwart:
aus Fundstücken und Abfallobjekten eine Gegenwelt zu dem Fantasievogel.